Nährstofftherapie

Anwendungsgebiete:

Die Nährstofftherapie (Orthomolekulare Medizin) wird vor allem zur Prävention und in der Therapie chronischer Erkrankungen eingesetzt. Es wird versucht, durch eine hohe Zufuhr von bestimmten Mikronährstoffen krankhafte Prozesse im Körper zu beeinflussen. Die Zufuhr dieser Nährstoffe kann als Tablette, Kapsel oder als Infusion erfolgen.

Zum Beispiel weisen Diabetiker, im Vergleich zu Stoffwechselgesunden, einen um über 30% niedrigeren Vitamin C-Plasmaspiegel auf. Eine zusätzliche Gabe von Vitamin C kann hier der Entwicklung von diabetischen Gefäßkomplikationen, wie z. B. einer Linsentrübung am Auge, vorbeugen.

Auch Raucher müssen im Vergleich zu Nichtrauchern mehr Vitamin C aufnehmen, um vergleichbare Plasmakonzentrationen zu erreichen.

Aufgrund der sehr komplexen Vorgänge im Körper und der Tatsache, dass es über 40 wichtige Mikronährstoffe gibt, werden in der Orthomolekularen Medizin in der Regel Kombinationen aus mehreren Mikronährstoffen angewendet.

 

Geschichte:

Als Begründer der orthomolekularen Medizin gilt der amerikanische Professor und Nobelpreisträger Linus Pauling, der bereits in 1970er Jahren mit seinen Thesen über den präventiven Einsatz von hochdosiertem Vitamin C bei Virusinfektionen und Krebserkrankungen für Aufsehen sorgte.

 

Allgemeines:

Nobelpreisträger Linus Pauling definierte sein Therapiekonzept wie folgt: „Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind". 

Der Begriff „orthomolekular" bedeutet soviel wie „die richtigen Moleküle" („orthos" gr. = gut, richtig; „molecula" lat. = Baustein von Substanzen), im übertragenen Sinn „die richtigen Nährstoffe". 

Das Therapieprinzip der Orthomolekularen Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass die komplexen Stoffwechselvorgänge im Körper nur dann störungsfrei ablaufen, wenn alle essentiellen Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Mikronährstoffe wie z. B. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und essentielle Fettsäuren kann der menschliche Organismus gar nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst herstellen. Deshalb müssen sie regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden. 

In der heutigen Zeit aber sinkt die Nährstoffqualität vieler Lebensmittel durch unnatürlichen Anbau, lange Transportwege, Konservierung, unsachgemäße Lagerung und Zubereitung. Zudem ernähren sich viele Menschen falsch. Sie essen zu viel, zu fett, zu salzig und zu süß. Häufig entstehen daraus latente Mikronährstoffdefizite, die dann nach Jahren  zu einer ernsthaften Gesundheitsstörung führen. 

So spielt die Ernährung und Nährstoffversorgung bei der Entstehung von Erkrankungen wie Arteriosklerose, Gicht, Diabetes oder Osteoporose eine wichtige Rolle. 

Immer mehr Ärzte nutzen daher das orthomolekulare Therapiekonzept als Begleitung zur Schulmedizin. 

In den USA gilt die orthomolekulare Medizin schon seit 1987 als offiziell anerkanntes Therapieverfahren und wird begleitend zur Schulmedizin eingesetzt.

 

 

Kosten:

Die Kosten sind sehr stark abhängig von den jeweiligen Präparaten für die wir uns im Rahmen der Beratung entscheiden. Während des Beratungsgesprächs werde ich Sie selbstverständlich umfassend über die anfallenden Kosten informieren.

 

 

Quelle: Onmeda

 

 

Lissy Hofferberth

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